„Planen wir den Kirchentag einfach neu!“ – Brief vom ernannten Bischof von Augsburg, Dr. Bertram Meier

Ernannter Bischof Bertram Meier

Liebe Schwestern und Brüder!

Schweren Herzens, aber doch begründet haben sich die Verantwortlichen entschlossen, den ökumenischen Kirchentag abzusagen, der vom 15. bis 17. Mai in Donauwörth geplant war.

Ich selber gehörte zu den „Männern der ersten Stunde“, die in die Vorbereitungen eingebunden waren, und habe mich riesig über die Veranstaltung gefreut, die ein Zeugnis der Ökumene hätten werden sollen.
Vergelt’s Gott für alles Engagement, das schon bisher eine Welle des Interesses und der Begeisterung entfacht hat.

Nun ist es anders gekommen.
Das große Rad der Weltgeschichte greift derzeit in unsere persönlichen und regionalen Planungen ein. Wir müssen das akzeptieren, denn gegen Corona ist – im wahrsten Sinne des Wortes – kein Kraut gewachsen. Deshalb müssen wir alles tun, um uns möglichst nicht zu gefährden.

Nehmen Sie alle, die Sie sich mit Herz, Verstand und Willen in die Organisation hineingehängt haben, meinen aufrichtigen Dank entgegen.

In meinem „Wort der Ermutigung an das Pilgernde Gottesvolk in Augsburg“ habe ich die Hoffnung formuliert, dass diese Krise die Kirchen dazu bringt, näher zusammenzurücken.
Ist das nicht eine schöne Aussicht für die Ökumene und für den Donau-Ries-Kirchentag?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Die Absage ist für mich eine klare Ansage: Die Ökumene ist nicht tot.

Jetzt erst recht: Planen wir den Kirchentag einfach neu – fürs nächste Jahr! Ich selber bin dabei und mache mit!

Als Ihr dann geweihter und nicht nur ernannter Bischof von Augsburg

Bertram